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| Keine Entscheidungen mehr ohne Nutzenbetrachtung | Kaum eine betriebswirtschaftliche Entscheidung wird
derzeit ohne eine intensive Nutzendiskussion getroffen. Insbesondere IT Entscheidungen sind hiervon betroffen. Viele Softwarefirmen bieten auf ihren Webseiten Beispiele für ROI-Berechnungen an. Andere stellen kleine Kalkulationsprogramme zur Verfügung, die den Nutzen Ihrer Softwarelösung klar herausstellen. Es entsteht der Eindruck, dass keine Investitionen mehr getätigt werden, die nicht bereits im Vorfeld ihren Nutzen klar bewiesen haben und sich spätestens nach einem Jahr amortisiert
haben.
Inzwischen werden die Stimmen immer lauter die behaupten, dass eine überspitzte Nutzensuche und ein zu kurzfristiges Denken das derzeitige wirtschaftliche Handeln prägt. Nachhaltigkeit, ein Begriff der immer stärker in Diskussion kommt, könnte möglicherweise die Trendwende zu wieder mehr strategischem Denken bedeuten.
Der hier im weiteren Verlauf dargestellte Ansatz versucht beides zu verbinden. Einerseits sind Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen unablässig aber sie dürfen
nicht nur bei der Entscheidungsfindung eine Rolle spielen. Einmal getätigte Investitionen in IT, benötigen nach der Einführung ein Steuerungsinstrument, das Auskunft darüber gibt, wie wirtschaftlich das System betrieben wird. In den folgenden Ausführungen ist das Bezugsobjekt ein „Intranet". Hierfür wurde ein Steuerungsansatz entwickelt, das dem Anwender ermöglicht, den laufenden Betrieb zu überwachen, womit auch dem Gedanken der Nachhaltigkeit versucht wird Rechnung zu tragen.
| Intranets sind die zentralen Informationsstellen im Unternehmen | ntranets, firmeninterne Netze auf der Basis von Internettechnologie, finden immer mehr Verbreitung. Sie
tendieren immer stärker dazu, die zentrale Informationsstelle im Unternehmen zu werden, indem personalisierte Informationen bereit gestellt werden, das Durchsuchen unterschiedlichster Datenquellen möglich ist und virtuelle Kommunikation und Collaboration mit Kollegen aufge- nommenwerden kann. Unbestritten sind die beeindruckenden Schilderungen von Einsparungspotenzialen aufgrund drastisch reduzierter Druck- und Portokosten und deutlich erhöhter Prozess- geschwindigkeit. All diese
Nutzenargumente greifen leider nicht mehr nach der Einführung bzw. im laufenden Betrieb eines Intarnets, denn die durch die Digitalisierung erreichten Einsparungen wie z. B. Druckkosten liefern keinen Hinweis darauf, inwieweit das Intranet effizient betrieben wird. Hierzu müssen geeignete Messkriterien entwickelt werden, die den Nutzennachweis für ein gut funktionierendes Intranet liefern.
Prof. Dr. Matthias Fank vom Institut für e-Management e. V. (IfeM) entwickelte in einem
Forschungsprojekt ein Steuerungsinstrument für typische Intranetanwendungen. Inzwischen wurden mehr als 100 Messkriterien identifiziert. Verdichtet werden die Messkriterien in einem speziell hierfür entwickelten Intranet-Cockpit, das eine effiziente Steuerung von Intranets ermöglicht. Bei allen identifizierten Messkriterien wurde darauf geachtet, dass eine digitale möglichst medienbruchfreie Erfassung und Auswertung realisierbar ist. | |
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